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Fotoelektrischer Effekt ArtikelDer Fotoelektrische Effekt beziehungsweise Photoelektrische Effekt, auch Fotoeffekt beziehungsweise Photoeffekt oder Lichtelektrischer Effekt genannt, behandelt das Freisetzen elektrisch geladener Teilchen aus einem Material, wenn dieses von elektromagnetischer Strahlung (etwa Licht oder Ultraviolettstrahlung) beleuchtet wird.
Vier nahe verwandte, aber leicht unterschiedliche PhÀnomene werden heute unter dem Begriff fotoelektrischer Effekt zusammengefasst:
- ĂuĂerer fotoelektrischer Effekt (ist fast stets gemeint, wenn vom photoelektrischen Effekt die Rede ist),
- Innerer fotoelektrischer Effekt,
- Fotoionisation (auch atomarer oder molekularer Fotoeffekt),
- Fotovoltaischer Effekt.
In allen FĂ€llen wird von einem Photon Energie an ein Elektron ĂŒbertragen.
Dieses energetische Elektron kann unterschiedliche PhÀnomene bewirken.
ĂuĂerer fotoelektrischer Effekt | |
Der Ă€uĂere fotoelektrische Effekt wurde 1887 von Heinrich Hertz und Wilhelm Hallwachs beobachtet.
Manche unoxidierte Metalle geben in dem aufgeladenen Zustand Elektronen ab, wenn ihre OberflÀche durch Licht bestrahlt wird. Die von den Elektronen aufgenommene kinetische Energie hÀngt von der WellenlÀnge (Frequenz, Farbe) des bestrahlenden Lichtes ab und nicht von der LichtstÀrke. Dies stand in dem Gegensatz zur klassischen Physik (klassische Mechanik, und Elektrodynamik), die dies nicht erklÀren konnte, da nach allem, was man damals wusste die Energie einer Welle von deren Amplitude und nicht von der Frequenz abhÀngig ist.
Albert Einstein zeigte 1905, dass eine Beschreibung des Lichts durch Lichtquanten, heute Photonen genannt, den Effekt gut erklÀren kann.
Insofern gilt der Photoelektrische Effekt als eines der SchlĂŒsselexperimente zur BegrĂŒndung der Quantenphysik, da er den Versuch mit Lichtquanten (Photonen) erklĂ€rte. Einstein wurde 1921 fĂŒr diese Arbeit mit dem Nobelpreis fĂŒr Physik ausgezeichnet.
Schon Isaac Newton hatte Lichtteilchen angenommen. Die Vorstellung von Lichtteilchen galt in dem 19. Jahrhundert als ĂŒberholt. Durch Interferenzexperimente und die groĂartige Ăbereinstimmung vieler Experimente mit Maxwells Elektrodynamik, die Licht als elektromagnetische Welle auffasste, war der Wellencharakter des Lichtes unbestritten.
Einsteins ErklÀrungen des photoelektrischen Effektes waren vor diesem Hintergrund eine mutige und gewagte Hypothese.
Die Frage, ob Licht nun aus Wellen oder Teilchen bestehe, kann seitdem nicht mehr so gestellt werden. Licht zeigt sowohl Wellencharakter, als auch Teilchencharakter, dieses PhÀnomen wird als Welle-Teilchen-Dualismus genannt.
Mikroskopisch erklĂ€rte Einstein diesen Effekt durch die Ăbergabe der Energie eines Photons an ein in dem Material gebundenes Elektron.
Das Elektron muss mindestens soviel Energie erhalten, um die vom Material abhĂ€ngige Austrittsarbeit zu ĂŒberwinden, mit der es an das Material gebunden ist, so dass man einen Effekt beobachten kann.
Einstein schlug vor, anzunehmen, dass die Energie der einfallenden Photonen von ihrer WellenlÀnge abhÀngt (h ist das plancksche Wirkungsquantum).
Folglich gibt es fĂŒr jedes Material eine maximale WellenlĂ€nge, bei der dieser Effekt auftritt.
Die herausgeschlagenen Elektronen verlassen das Material mit kinetischer Energie. Sie erzeugen eine Ladungstrennung (Spannung), die von der LichtwellenlÀnge abhÀngt. Der daraus resultierende Strom, der Photostrom, kann nachgewiesen werden und hÀngt von der StÀrke des einfallenden Lichtes ab.
Fotozellen nutzen diesen Effekt aus.
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Innerer photoelektrischer Effekt | |
Dieser Effekt wird in Festkörpern beobachtet, bei denen die Elektronen in dem nichtleitenden Valenzband sind und ca. eine schwache elektrische Leitung möglich ist.
Durch Photonen werden Elektronen in ein energetisch höhergelegenes Leitungsband gehoben, so dass das Material unter Beleuchtung besser leitet.
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Der fotovoltaische Effekt basiert auf dem inneren fotoelektrischen Effekt.
ZusĂ€tzlich wird ein P-n-Ăbergang benötigt. An dem Ăbergang findet eine Ladungstrennung statt. Das entstehende elektrische SpannungsgefĂ€lle kann fĂŒr die Wandlung der Strahlungsenergie in elektrische Energie genutzt werden.
Der Photovoltaische Effekt ist Grundlage von Solarzellen.
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